Hannah Arendt Preis für politisches Denken 2018

Verleihung des Hannah Arendt Preises 2018 an

Ann Pettifor

Freitag, den 7. Dezember 2018, 18:00 im Rathaus Bremen, Obere Rathaushalle

Die Macht der Finanzmärkte und die (Ohn-)Macht des Politischen?

Samstag, den 8. Dezember 2018 um 11:00 im Institut Français, Contrescarpe 19, 28203 Bremen

Ann Pettifor

ist Ökonomin und Direktorin von Policy Research in Macroeconomics (PRIME) sowie Mitglied der Organisation New Economics Foundation in London. Sie lehrt am Political Economy Research Centre der City University, London. Als geschäftsführende Direktorin von Advocacy International berät Pettifor Regierungen und Organisationen in Fragen von unabhängiger Schuldenrückführung, internationalen Finanzen und nachhaltiger Entwicklung.

Die Preisverleihung

Freitag, den 7. Dezember 18 um 18:00 Rathaus Bremen, Obere Rathaushalle
Begrüßung durch den Verein Hannah Arendt Preis für politisches Denken e.V.
Ole Sören Schulz

Für die Preisgeber:
Karoline Linnert für die Freie Hansestadt Bremen und
Ellen Ueberschär für die Heinrich Böll Stiftung

Für die Jury
Laudatio: Monika Tokarzewska
Vortrag: Ann Pettifor
Kommentar: Rudolf Hickel und Dieter Rucht
Gemeinsame Preisübergabe und Sektempfang im Rathaus

Die Macht der Finanzmärkte und die (Ohn-)Macht des Politischen?

Samstag, den 8. Dezember 2018 um 11:00 im Institut Français, Contrescarpe 19, 28203 Bremen

Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzmarktkrise beschreibt und erläutert Ann Pettifor sehr eindringlich die politischen, gesellschaftlichen und ökologischen Auswirkungen der gegenwärtigen Geldproduktion, wie sie vorwiegend seitens der Banken in Form von digitalen Kreditvergaben betrieben wird. Im Fokus ihrer Kritik steht dabei ein globaler Finanzsektor, der außerhalb demokratischer Kontrollen und politischer Einflussnahmen agiert.

Ann Pettifor plädiert in diesem Zusammenhang ausdrücklich für einen gesellschaftlichen „Widerstand von unten“, der zur Errichtung eines am Gemeinwohl orientierten Geldsystems beitragen soll. Insbesondere in ihrem kürzlich erschienenen Buch Die Produktion des Geldes. Ein Plädoyer wider die Macht der Banken unterstreicht Ann Pettifor, dass die Bürger*innen und nicht die von Eigeninteressen geleiteten „Finanzindustrien“ darüber zu entscheiden hätten, wofür beispielsweise Kredite und Gelder verwendet werden.

Doch wie lässt sich die geforderte „große Wende“ (Pettifor) politisch realisieren? Und wie sind z.B. die Erfolge und Grenzen zu interpretieren, welche die weltweiten Protestbewegungen (Occupy, Attac etc. pp.) gegen den Finanzkapitalismus bislang erfahren haben?

Diskussion mit: Ann Pettifor, Dieter Rucht und Rudolf Hickel

Gesprächsleitung: Antonia Grunenberg